Cyberkriminelle lassen sich immer neue Tricks einfallen, um Menschen per E-Mail oder über digitale Plattformen zu betrügen. Ziel ist fast immer dasselbe: Zugangsdaten abgreifen oder Geld erbeuten. Sicherheitsanbieter beobachten diese Methoden genau – und schlagen Alarm, weil die Maschen immer raffinierter werden.
QR-Codes gelten als bequem, sind aber auch gefährlich. Betrüger verschicken sie nicht mehr als einfache Grafik, sondern zerlegen sie in viele kleine Bildteile. Diese werden in einer E-Mail so zusammengesetzt, dass für den Menschen wieder ein scanbarer Code entsteht. Der Zweck: Sicherheitsprogramme sollen den QR-Code nicht erkennen und den dahinterliegenden Link nicht prüfen können. Wer den Code scannt, landet oft auf einer manipulierten Webseite.
Ein weiterer Trick betrifft Internetadressen. Betrüger verwenden Zeichen, die echten Buchstaben oder Symbolen zum Verwechseln ähnlich sehen. Ein falscher Schrägstrich in einer Webadresse reicht manchmal schon aus, um Sicherheitsprüfungen zu umgehen. Für Empfänger ist der Unterschied kaum zu erkennen – der Klick führt jedoch auf eine betrügerische Seite.
Besonders perfide: E-Mails, die angeblich von bekannten Plattformen wie Facebook stammen. Darin wird behauptet, man habe gegen das Urheberrecht verstoßen. Um „Details zu prüfen“, soll man sich über ein eingeblendetes Anmeldefenster einloggen. Dieses Fenster sieht echt aus, ist aber eine Fälschung. Wer dort seine Zugangsdaten eingibt, liefert sie direkt an die Betrüger.
Nicht nur E-Mails werden missbraucht. Auch Microsoft Teams gerät zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen. Mitarbeitende werden ungefragt zu Gruppen hinzugefügt, die dringlich klingende Namen tragen. Dort finden sich dann Zahlungsaufforderungen oder Hinweise auf angebliche Vertragsverlängerungen. Um eine vermeintliche Abbuchung zu stoppen, sollen Betroffene eine Telefonnummer anrufen – die direkt bei den Betrügern landet. Zeitdruck und eine vertraute Plattform erhöhen die Erfolgschancen der Täter.
Fazit:
Gesunder Zweifel ist der beste Schutz. Wer sich Zeit nimmt, Inhalte prüft und nicht unter Druck setzen lässt, kann viele Betrugsversuche rechtzeitig erkennen.