Früher nutzten Betrüger häufig Telefonbucheinträge, um gezielt ältere Menschen für Schockanrufe auszuwählen. Zwar kann das Löschen solcher Einträge das Risiko verringern, doch inzwischen stammen viele persönliche Daten aus anderen Quellen. Durch Datenlecks, Hackerangriffe oder das automatisierte Sammeln öffentlich verfügbarer Informationen gelangen Telefonnummern und E-Mail-Adressen in die Hände von Kriminellen.
Neben klassischen Schockanrufen setzen Täter zunehmend auf WhatsApp, SMS oder E-Mails. Dabei erzeugen sie gezielt Zeitdruck und versuchen, ihre Opfer zu unüberlegten Handlungen oder Geldzahlungen zu bewegen. Mit dem Fortschritt Künstlicher Intelligenz könnten künftig auch täuschend echte Stimmen oder Deepfakes eingesetzt werden, um das Vertrauen der Betroffenen zu erschleichen.