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Harburg (Kreis)
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Cyberkriminalität in Niedersachsen: Gefahr aus dem Netz bleibt hoch

Cybercrime auf konstant hohem Niveau

Cyberkriminalität bleibt auch im Jahr 2025 eine der größten Herausforderungen für die Strafverfolgungsbehörden in Niedersachsen. Mit mehr als 30.700 registrierten Straftaten bewegt sich die Zahl der Fälle weiterhin auf einem hohen Niveau. Besonders Computerbetrug, Phishing-Angriffe und Schadsoftware verursachen erhebliche finanzielle Schäden.

Allein der Computerbetrug machte mit über 20.400 Fällen rund zwei Drittel aller Cyberdelikte aus. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 26 Millionen Euro.

Onlinebanking im Fokus der Täter

Cyberkriminelle nutzen zunehmend professionell organisierte Methoden, um an sensible Daten ihrer Opfer zu gelangen. Gefälschte Internetseiten, Phishing-Mails und angebliche Bankmitarbeiter gehören dabei zu den häufigsten Betrugsmaschen. Besonders betroffen ist das Onlinebanking: Hier entstand 2025 allein in Niedersachsen ein Schaden von 13,5 Millionen Euro.

Die Täter agieren häufig international und bedienen sich hochspezialisierter krimineller Dienstleistungen, die inzwischen auch weniger technisch versierten Tätern den Einstieg in die Cyberkriminalität erleichtern.

Angriffe auf Unternehmen und kritische Infrastruktur

Auch sogenannte Ransomware-Angriffe stellen weiterhin eine erhebliche Gefahr dar. Dabei werden Daten verschlüsselt und Lösegeldforderungen gestellt. Immer häufiger drohen die Täter zusätzlich mit der Veröffentlichung gestohlener Daten.

Daneben registrierten die Behörden erneut politisch motivierte Überlastungsangriffe auf digitale Systeme sowie Cyberangriffe auf Unternehmen und kritische Infrastrukturen. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz eröffnet Kriminellen dabei zusätzliche Möglichkeiten, ihre Angriffe noch überzeugender und schwerer erkennbar zu gestalten.

Polizei stärkt Ermittlungen gegen Cyberkriminelle

Die niedersächsischen Ermittlungsbehörden bauen ihre Kompetenzen im Bereich Cybercrime kontinuierlich aus. Zusätzliche Spezialistinnen und Spezialisten sowie die enge internationale Zusammenarbeit haben bereits mehrfach dazu beigetragen, international agierende Tätergruppen zu identifizieren und vor Gericht zu bringen.

Die Bekämpfung von Cyberkriminalität bleibt angesichts der zunehmenden Professionalisierung der Täter und der wachsenden Bedeutung digitaler Lebensbereiche eine zentrale Aufgabe der Sicherheitsbehörden.

 

Präventionshinweise

  • Geben Sie niemals persönliche Daten oder Zugangsdaten aufgrund einer E-Mail, SMS oder eines Telefonanrufs preis.
  • Nutzen Sie für wichtige Online-Konten unterschiedliche und sichere Passwörter sowie die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  • Prüfen Sie Internetseiten sorgfältig, insbesondere vor der Eingabe von Bank- und Zahlungsdaten.
  • Öffnen Sie keine Anhänge oder Links aus unbekannten oder verdächtigen Nachrichten.
  • Aktualisieren Sie Betriebssysteme und Programme regelmäßig, um Sicherheitslücken zu schließen.
  • Fertigen Sie regelmäßig Datensicherungen an und bewahren Sie diese getrennt vom Computer auf.
  • Seien Sie besonders misstrauisch, wenn vermeintliche Bankmitarbeiter telefonisch zur Preisgabe von Zugangsdaten oder zur Installation von Software auffordern.
  • Melden Sie verdächtige Vorfälle umgehend Ihrer Bank sowie der Polizei und lassen Sie gegebenenfalls betroffene Konten sofort sperren.

 

Quelle:  Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung

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