Cyberkriminalität betrifft immer mehr Menschen in Deutschland. Das geht aus dem aktuellen Cybersicherheitsmonitor 2026 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention hervor. Innerhalb eines Jahres waren rund elf Prozent der Bevölkerung von Straftaten im Internet betroffen. Besonders häufig kam es zu Betrug beim Onlineshopping. Auch Phishing-Angriffe, Probleme beim Onlinebanking sowie unbefugte Zugriffe auf Nutzerkonten zählen weiterhin zu den häufigsten Delikten.
Die Studie zeigt deutliche Schwächen beim Umgang mit digitaler Sicherheit. Nur ein kleiner Teil der Befragten informiert sich regelmäßig über Schutzmaßnahmen im Internet. Viele Menschen beschäftigen sich erst mit dem Thema Cybersicherheit, wenn bereits ein Schaden entstanden ist. Bekannt sind vor allem klassische Schutzmaßnahmen wie starke Passwörter und Antivirenprogramme.
Die Auswirkungen von Cyberkriminalität sind oftmals erheblich. Die Mehrheit der Betroffenen berichtet von persönlichen oder finanziellen Schäden. Rund ein Drittel erlitt direkte Geldverluste durch Betrug oder Datenmissbrauch.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und die Polizeiliche Kriminalprävention wollen ihre Informationsangebote weiter ausbauen. Dazu gehören unter anderem neue Checklisten für Fälle von Identitätsdiebstahl und Betrug beim Onlinekauf. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern schnelle und verständliche Hilfe im Ernstfall bereitzustellen.
Für den Cybersicherheitsmonitor 2026 wurden Anfang Januar bundesweit mehr als 3.000 Personen ab 16 Jahren befragt. Die Ergebnisse wurden repräsentativ nach Alter, Geschlecht, Bildung und Bundesland ausgewertet.