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Harburg (Kreis)
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Cyberangriffe auf Frauenhäuser: Digitale Gewalt nimmt zu

Frauenhäuser geraten verstärkt ins Visier

Frauenhäuser stehen zunehmend nicht nur vor der Herausforderung, Betroffene vor körperlicher Gewalt zu schützen. Auch digitale Angriffe entwickeln sich zu einer ernsten Gefahr. Nach aktuellen Erkenntnissen wurden mehrere Einrichtungen gezielt mit Cyberangriffen attackiert. Dabei verschaffen sich Kriminelle über täuschend echte E-Mails Zugang zu Computersystemen, stehlen sensible Daten und drohen anschließend mit deren Veröffentlichung, um Lösegeld zu erpressen.

Digitale Gewalt endet nicht an der Haustür

Immer häufiger setzen gewalttätige Partner oder Ex-Partner digitale Mittel ein, um ihre Opfer aufzuspüren oder zu überwachen. Smartphones, Ortungsdienste und versteckte Überwachungssoftware ermöglichen es Tätern, Aufenthaltsorte nachzuverfolgen oder auf persönliche Daten zuzugreifen. Dadurch wird der Schutz von Frauenhäusern erheblich erschwert.

Besonders problematisch sind heimlich installierte Spionage-Apps sowie kleine Bluetooth-Tracker, die unbemerkt in Taschen, Fahrzeugen oder sogar in Gegenständen von Kindern versteckt werden können. Auch gemeinsam genutzte Ortungsfunktionen auf Smartphones oder anderen Geräten bergen erhebliche Risiken.

Hohe Anforderungen an Schutzeinrichtungen

Die zunehmende digitale Bedrohung stellt Frauenhäuser und Beratungsstellen vor neue Herausforderungen. Neben der klassischen Schutzarbeit müssen Mitarbeitende heute auch digitale Risiken erkennen, Betroffene beraten und technische Schutzmaßnahmen umsetzen. Dafür sind kontinuierliche Schulungen sowie ausreichende personelle und technische Ressourcen erforderlich.

 

Präventionshinweise

  • E-Mail-Anhänge und Links unbekannter Absender niemals unüberlegt öffnen.
  • Smartphones und Tablets regelmäßig auf unbekannte Apps oder ungewöhnliche Berechtigungen überprüfen.
  • Ortungsdienste und Freigaben von Standorten kontrollieren und nur bewusst nutzen.
  • Fahrzeuge, Taschen, Kinderwagen oder Spielzeug auf versteckte Bluetooth-Tracker überprüfen.
  • Betriebssysteme und Sicherheitssoftware stets aktuell halten.
  • Bei Verdacht auf digitale Überwachung frühzeitig Polizei oder spezialisierte Beratungsstellen einschalten.
  • Betroffene sollten digitale Sicherheitsmaßnahmen gemeinsam mit Fachberatungsstellen planen und umsetzen.

 

Quelle: Behörden Spiegel

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