Mobbing beschreibt kein einmaliges Fehlverhalten, sondern wiederholte, gezielte Schikanen über einen längeren Zeitraum. Dazu gehören beispielsweise Beleidigungen, Gerüchte, soziale Ausgrenzung oder öffentliche Bloßstellung – sowohl im persönlichen Umfeld als auch am Arbeitsplatz oder im Internet. Ziel ist es, die betroffene Person herabzuwürdigen und psychisch zu belasten. Offene Angriffe sind ebenso möglich wie verdeckte Intrigen, die häufig schwer nachweisbar sind.
Mobbing ist kein eigener Straftatbestand, kann jedoch verschiedene Straftaten erfüllen, insbesondere wenn Grenzen überschritten werden. Dazu zählen unter anderem:
Je nach Einzelfall können arbeitsrechtliche oder schulrechtliche Konsequenzen hinzukommen.
Anhaltendes Mobbing kann erheblichen Leidensdruck verursachen. Häufige Folgen sind Angstzustände, Depressionen, Schlafstörungen, psychosomatische Beschwerden und sozialer Rückzug. Auch körperliche Symptome wie Kopf- oder Magenschmerzen können auftreten. In schweren Fällen kann die Belastung zu dauerhaften Erkrankungen oder suizidalen Gedanken führen.
Mobbing entsteht oft durch Gruppendynamik, persönliche Unsicherheiten oder Machtungleichgewichte. Unterschiede im Verhalten, in der Herkunft oder in der Leistungsfähigkeit können Betroffene zur Zielscheibe machen. Gleichzeitig begünstigen fehlendes Eingreifen durch das Umfeld und mangelnde Prävention solche Entwicklungen.
Wichtig ist, Mobbing nicht zu verschweigen. Gespräche mit Vertrauenspersonen, Vorgesetzten, Lehrkräften oder Beratungsstellen können helfen, die Situation zu durchbrechen. Das Dokumentieren von Vorfällen – mit Datum, Inhalt und möglichen Zeugen – kann im Ernstfall als Beweis dienen. Bei starken psychischen Belastungen ist professionelle Unterstützung sinnvoll.
Mobbing ist kein harmloser Konflikt, sondern kann gravierende gesundheitliche und rechtliche Folgen haben. Frühzeitiges Handeln und ein respektvolles Miteinander sind der beste Schutz.