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Harburg (Kreis)
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Betrügerische Kanzleien erkennen: Wenn der Anwalt nur Fassade ist

Täuschend echt – aber ohne anwaltliche Zulassung

Wer rechtliche Unterstützung sucht, stößt im Internet zunehmend auf vermeintliche Anwaltskanzleien, die ausschließlich dem Betrug dienen. Die professionell gestalteten Webseiten werben beispielsweise mit der Rückholung verlorener Kryptowährungen, dem Verkauf angeblicher Insolvenzware oder der Durchsetzung vermeintlicher Forderungen. Ziel ist stets, Betroffene zu einer schnellen Vorauszahlung zu bewegen – eine anwaltliche Leistung erfolgt jedoch nicht.

Vertrauen und Zeitdruck als Erfolgsrezept

Die Täter setzen bewusst auf ein seriöses Erscheinungsbild. Hochwertige Internetseiten, juristische Fachbegriffe, Fotos angeblicher Anwälte und glaubwürdige Geschäftsadressen vermitteln den Eindruck einer echten Kanzlei. Teilweise werden sogar Namen real existierender Rechtsanwälte oder Kanzleien missbräuchlich verwendet.

Gleichzeitig bauen die Betrüger erheblichen Zeitdruck auf. Angebliche Fristen, Mahnungen oder drohende Gerichtsverfahren sollen verhindern, dass Betroffene die Angaben sorgfältig überprüfen.

Nach der ersten Zahlung folgen weitere Forderungen

Mit der ersten Überweisung endet der Betrug meist nicht. Stattdessen verlangen die Täter zusätzliche Gebühren, Bearbeitungskosten oder angebliche Steuern. Wer bereits gezahlt hat, wird häufig erneut kontaktiert und weiter unter Druck gesetzt.

 

Präventionstipps

  • Prüfen Sie die Zulassung des Anwalts im Bundesweiten Amtlichen Anwaltsverzeichnis.
  • Zahlen Sie keine Vorschüsse, wenn Zweifel an der Echtheit der Kanzlei bestehen.
  • Lassen Sie sich nicht durch Fristen oder Drohungen zu einer schnellen Entscheidung drängen.
  • Kontrollieren Sie Impressum, Kontaktdaten und Bewertungen besonders sorgfältig.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn ungewöhnliche Zahlungswege wie Kryptowährungen verlangt werden.
  • Dokumentieren Sie E-Mails, Webseiten und Zahlungsaufforderungen.
  • Haben Sie bereits Geld überwiesen, informieren Sie umgehend Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

 

Quelle: MIMIKAMA

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