Harburg (Kreis)
Menü

Die falschen Polizisten sind wieder unterwegs

Noch ist es in Winsen, Buchholz und den anderen Orten im Landkreis Harburg nicht so weit, aber erfahrungsgemäß kommt die Betrugswelle vom nördlichen Nachbarn Hamburg mit etwas Verspätung auch hierher.

Darum aufgepasst:
In Hamburg haben in letzter Zeit die Betrugsfälle erheblich zugenommen. Allein im Bereich Trickbetrug verzeichnet die Polizei einen Anstieg um 65 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Neben Warenkreditbetrug und Betrügereien in Zusammenhang mit Arbeitsverhältnissen tritt insbesondere wieder der „falsche Polizeibeamte“ in Erscheinung. Man könnte fast vermuten, dass die Trickbetrüger die Masche  „falscher Polizeibeamte“ nach Ende des Corona bedingten „Lockdown“ nun wieder favorisieren.

So erbeuteten Täter in Hamburg allein bei einer einzigen Tat Schmuck im Wert von mehr als 200.000 Euro sowie mehrere Zehntausend Euro Bargeld. Das Opfer war hier ein 82 jähriger Senior. Ihm gaukelten die Betrüger vor, in der Nähe seiner Wohnung seien Einbrecher festgenommen worden. Sie hätten einen Zettel mit seiner Anschrift dabei gehabt. Es seien wohl noch weitere Einbrecher in der Gegend unterwegs und Schmuck und Bargeld seien bei ihm Zuhause nicht mehr sicher. Die „Polizeibeamten“ würden die potenzielle Beute gerne abholen und in Sicherheit bringen. Der Senior folgte dem „wohlgemeinten“ Vorschlag der Betrüger und deponierte Wertsachen und Bargeld vor der Haustür.

In der letzten Zeit häuften sich derartige Anrufe in besorgniserregender Weise. So erfolgen an einem Tag 20 Anrufe bei älteren Menschen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei den Tätern um organisierte Banden handelt, die in professioneller Arbeitsteilung agieren. Die einen Betrüger telefonieren, deren Komplizen holen dann schnellstmöglich das vom Opfer bereitgelegte Hab und Gut ab.


Hier die Tipps und Hinweise des WEISSEN RINGS:

Deponieren Sie niemals Bargeld oder Wertsachen wie Schmuck an für fremde Personen frei zugänglichen Örtlichkeiten!

  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen!
  • Die Polizei oder auch Bankangestellte fordern Sie niemals zur Übergabe oder Herausgabe von Bargeld, Wertpapieren oder Schmuck auf!
  • Die Polizei oder auch Bankangestellte befragen Sie niemals am Telefon über Ihre persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse!
  • Die Polizei meldet sich niemals mit der Rufnummer 110!
  • Lassen Sie sich niemals unter Druck setzen!
  • Rufen Sie beim geringsten Verdacht die Polizei über 110!
  • Überlegen Sie, ob es für Sie sinnvoll ist, Ihre Telefonnummer aus dem Telefonbuch entfernen zu lassen!

Und jetzt eine Bitte an die Angehörigen der Seniorinnen und Senioren:

Es ist davon auszugehen, dass ältere Menschen nicht immer über die aktuellen Tricks der Betrüger informiert sind. Sprechen Sie deshalb mit Ihren Seniorinnen und Senioren über dieses Thema. Schaffen Sie Vertrauen und Sicherheit, damit Ihre Angehörigen derartige Betrugsversuche erkennen und sich dann sofort an die Polizei unter der Notrufnummer 110 wenden.