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Harburg (Kreis)
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Sexueller Missbrauch von Kindern: Zahlen bleiben alarmierend hoch

Hohe Fallzahlen trotz Stagnation

Die Zahl der polizeilich registrierten Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern bleibt 2024 mit 16.354 Fällen nahezu unverändert hoch. Bei Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren wurden 1.191 Fälle erfasst. Während die Gesamtzahlen stabil bleiben, steigen die Delikte im Bereich jugendpornografischer Inhalte weiter an – auf einen Höchstwert von 9.601 Fällen, mehr als eine Verdreifachung seit 2020.

Stimmen aus Politik und Behörden

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt betont die Notwendigkeit, Täter konsequent zu verfolgen und die technische Ausstattung der Ermittlungsbehörden zu verbessern.
BKA-Präsident Holger Münch erklärt, dass der Ausbau von Personal und Technik entscheidend sei, um Täter schneller zu identifizieren und Plattformen im Darknet zu zerschlagen.
Kerstin Claus, Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, warnt vor den Risiken im digitalen Raum und fordert stärkeren Kinderschutz online.

Minderjährige als Tatverdächtige

Ein hoher Anteil der Tatverdächtigen ist selbst minderjährig. Viele Jugendliche verschicken oder teilen jugendpornografische Inhalte unbedacht, ohne sich der strafrechtlichen Konsequenzen bewusst zu sein.

Internet als Tatort

Viele Taten verlagern sich ins Netz. Häufige Phänomene:

  • Cybergrooming: Täter gewinnen online Vertrauen von Minderjährigen.
  • Livestreaming: Missbrauch wird gegen Bezahlung live übertragen.
  • Sextortion: Erpressung mit intimen Aufnahmen, um Opfer unter Druck zu setzen.

 

Präventionstipps

  • Eltern sollten mit Kindern offen über Gefahren im Netz sprechen.
  • Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken regelmäßig prüfen.
  • Keine persönlichen Daten oder Bilder an Fremde weitergeben.
  • Verdächtige Kontakte oder Inhalte umgehend melden.
  • Im Ernstfall Beratungsstellen wie den WEISSEN RING kontaktieren.
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