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Harburg (Kreis)
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Beleidigungen im Netz auf Rekordhoch

Digitaler Raum als Brennpunkt

Die Zahl der gemeldeten Beleidigungen in Niedersachsen hat 2024 einen neuen Rekord erreicht. 25.004 Fälle wurden im vergangenen Jahr erfasst – ein Anstieg um rund sechs Prozent im Vergleich zu 2023. Besonders soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und Kommentarspalten gelten als Hotspots für Beleidigungen.

Laut dem Landeskriminalamt (LKA) liegt das auch an der besonderen Dynamik im Internet. „Die Hemmschwelle für aggressive oder herabwürdigende Äußerungen ist online oft niedriger. Viele Täterinnen und Täter fühlen sich anonym oder unterschätzen die Folgen ihres Handelns“, so die Behörde.

Mehr Sensibilität, mehr Meldungen

Ein Blick in die Statistik zeigt: Die Zahl der registrierten Fälle steigt seit Jahren kontinuierlich – von 20.767 Beleidigungen im Jahr 2014 auf den heutigen Höchststand.

Neben einer tatsächlichen Zunahme spielt auch die gestiegene Bereitschaft zur Anzeige eine Rolle. Vereinfachte Meldewege und Aufklärungskampagnen sorgen dafür, dass Vorfälle häufiger dokumentiert und verfolgt werden. Auch Polizei und Justiz sind heute deutlich stärker sensibilisiert als noch vor einigen Jahren.

 

Tipps für Betroffene

Das LKA rät, bei beleidigenden Kommentaren oder Nachrichten einen kühlen Kopf zu bewahren und keine unüberlegten Reaktionen zu posten. Stattdessen sollten Betroffene:

  • Beweise sichern – Screenshots und Chatverläufe dokumentieren.
  • Vorfälle melden – sowohl an Plattformbetreiber als auch an die Polizei.
  • Unterstützung suchen – Beratungsstellen können im Umgang mit digitaler Gewalt helfen.
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