Harburg (Kreis)
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Ohne komplexe Passwörter geht es nicht

Nach wie vor verursachen Cyberkriminelle durch ihr Vorgehen bei den Computernutzern erhebliche Schäden. Eine kriminelle Variante ist das Versenden von Spammails, mit denen Passwörter und persönliche Nutzerdaten gestohlen werden. Es ist daher notwendig, immer wieder den Umgang mit den bisher gewählten Passwörtern zu hinterfragen und bei Bedarf auch konsequent zu ändern.

In Deutschland ist die Zahl der „Passwortsünder“ extrem hoch. Experten gehen davon aus, dass über die Hälfte der Internetnutzer (ca. 60 Prozent) das gleiche Passwort bei mehreren oder sogar allen Onlinediensten verwendet. Gleichzeitig steigt die Anzahl der passwortpflichtigen Onlinekonten pro Nutzer erheblich an. Mittlerweile haben 41 Prozent der Internetnutzer bei mehr als 15 Onlinediensten ein passwortgeschütztes Konto.

Immer mehr Anbieter verlangen von ihren Kunden ein Login mit E-Mail-Adresse und Passwort. Da ist es für viele von ihnen nicht so einfach, den Überblick über die vielen Zugangsdaten zu behalten. Für viele scheint dann das Standardpasswort für alle Anwendungen die beste Lösung zu sein. Doch Finger weg davon, denn damit riskieren die Nutzer, dass Cyberkriminelle – wenn sie denn den fremden Computer erfolgreich angegriffen haben – Zugang zu sämtlichen Diensten und Daten erhalten. Fachleute empfehlen daher für jeden Dienst ein komplexes, einzigartiges Passwort aus Sonderzeichen, Zahlen und Buchstaben zu verwenden.

Eine Möglichkeit der Vereinfachung bieten vertrauenswürdige Single-Sign-on-Anbieter (SSO) für den Nutzer. Hier besteht die Möglichkeit, mit einem starken Passwort ohne Ausnahme auf alle Dienste zugreifen zu können. Voraussetzung ist jedoch, dass man die Einzelpasswörter der entsprechenden Dienste vorher auf der SSO-Plattform eingestellt hat. Somit entfallen dann die Einzelanmeldungen.