Als eine Frau aus dem Landkreis Harburg nach jahrelanger häuslicher Gewalt den Schritt zur Anzeige wagte, stand sie vor vielen Fragen: Was passiert jetzt? Welche Rechte habe ich? Und wie halte ich das Verfahren emotional durch? Unterstützung fand sie bei der Außenstelle Landkreis Harburg des WEISSEN RINGS. Ehrenamtliche Opferhelferinnen begleiteten sie zu Gesprächen, erklärten Abläufe und gaben Halt in einer belastenden Situation. Zusätzliche Orientierung bot das Informationsportal infovictims.de.
Opfer einer Straftat zu werden, ist ein tiefgreifendes und oft verstörendes Erlebnis. Neben körperlichen und seelischen Folgen stehen viele Betroffene plötzlich vor einem komplexen Justizsystem, das Unsicherheit und zusätzliche Belastung auslösen kann. Mit infovictims.de stellt der WEISSE RING Betroffenen von Straftaten einen übersichtlichen Wegweiser durch das Strafverfahren zur Verfügung – von der Anzeige über das Ermittlungsverfahren bis zur Gerichtsverhandlung. Das Portal erklärt Rechte von Opfern, Schutzmöglichkeiten, die Nebenklage sowie Wege zu Schmerzensgeld und staatlicher Entschädigung verständlich und praxisnah.
Auch im Landkreis Harburg steht der WEISSE RING Betroffenen persönlich zur Seite – durch emotionale Unterstützung, Finanzierung einer anwaltlichen Erstberatung, Begleitung zu Polizei und Gericht sowie bei Bedarf durch finanzielle Überbrückungshilfen.
„Viele Betroffene haben große Angst vor dem Strafverfahren, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt“, sagt Vera Theelen, Leiterin der Außenstelle des WEISSEN RINGS im Landkreis Harburg. „Mit infovictims.de und unserer persönlichen Begleitung vor Ort geben wir Orientierung, stärken die Rechte der Opfer und zeigen: Niemand muss diesen Weg alleine gehen.“
Weitere Informationen sowie eine Broschüre zum Download finden Betroffene auf www.infovictims.de.