Derzeit häufen sich Betrugsfälle, bei denen Kriminelle über soziale Medien und Messenger-Dienste angebliche Investmentchancen anbieten. Die Täter geben sich als Finanzexperten aus und versprechen außergewöhnlich hohe Renditen. Nach einem ersten Kontakt werden Betroffene in private Chatgruppen gelotst und auf täuschend echt gestaltete Handelsplattformen geführt.
Anfängliche „Gewinne“ sind manipuliert und dienen nur dazu, weitere Einzahlungen zu provozieren. Sobald höhere Beträge investiert wurden, bricht der Kontakt ab – das Geld ist verloren. Die Schäden gehen in die Millionen.
Neben Anlagebetrug boomt der sogenannte Romance-Scam. Betrüger erstellen gefälschte Profile auf Dating-Plattformen oder in sozialen Netzwerken und bauen über Wochen oder Monate eine scheinbar enge Beziehung auf. Häufig geben sie sich als im Ausland tätige Fachkräfte oder Soldaten aus.
Sobald eine emotionale Bindung entstanden ist, folgen dramatische Notlagen: angebliche Unfälle, Krankheiten oder finanzielle Engpässe. Unter großem Druck werden die Betroffenen um Geld gebeten – oft per Gutschein-Codes oder Kryptowährungen, um die Nachverfolgung zu erschweren.
Hinter diesen Taten stehen meist international vernetzte Gruppen. Sie arbeiten arbeitsteilig, professionell und nutzen technische Hilfsmittel wie Übersetzungsprogramme. Für die Geldwäsche werden regelmäßig Konten von Mittätern eingesetzt. Die Täter kalkulieren gezielt mit Scham und Einsamkeit ihrer Opfer – viele Fälle werden aus Angst oder Peinlichkeit nicht angezeigt.
Messenger bieten eine scheinbar geschützte, private Kommunikationsumgebung. Genau diese Vertrautheit nutzen Betrüger aus. Offene Profile, sichtbare Telefonnummern oder ungesicherte Einstellungen erleichtern zudem die Kontaktaufnahme.
Besonders gefährdet sind:
Aufmerksamkeit und gesunde Skepsis sind der beste Schutz vor digitalen Betrugsmaschen.