In den Wochen vor dem Valentinstag steigt nicht nur die Nutzung von Dating-Apps und sozialen Netzwerken – auch Betrugsaktivitäten nehmen deutlich zu. Kriminelle bereiten sich gezielt auf diese Phase vor und nutzen die erhöhte Kontaktbereitschaft vieler Menschen aus.
In einschlägigen Untergrundforen und geschlossenen Online-Kanälen werden Strategien ausgetauscht, Accounts gehandelt und gezielt Dienstleistungen für sogenannten Romance-Scam angeboten. Dabei zeigt sich: Hinter vielen Fällen stehen organisierte Strukturen – nicht mehr nur einzelne Personen mit gefälschten Profilen.
Der Betrug folgt meist einem klaren Muster:
Zunächst bauen Täter mit gestohlenen oder KI-generierten Fotos, erfundenen Identitäten und vorbereiteten Gesprächsleitfäden Vertrauen auf. Anschließend drängen sie auf einen Wechsel von der Dating-Plattform zu privaten Messenger-Diensten oder sozialen Netzwerken.
Ist der Kontakt erst einmal verlagert, folgen Geldforderungen – etwa über Geschenkkarten, Überweisungen, Zahlungs-Apps oder Kryptowährungen. Teilweise kommt es auch zu Erpressungsversuchen mit intimen Bildern, die real oder mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Zudem werden persönliche Daten der Betroffenen häufig weiterverkauft und für weitere Betrugsmaschen genutzt
Der Jahresbeginn gilt in einschlägigen Foren als besonders lukrative Zeit. Viele Menschen sind offener für neue Kontakte und emotionale Bindungen. Diese erhöhte Kontaktbereitschaft nutzen Kriminelle gezielt für ihre Kampagnen.
Ein gesundes Maß an Skepsis kann helfen, emotionale und finanzielle Schäden zu vermeiden.