In Hamburg wird das Schutzangebot für von häuslicher Gewalt betroffene Männer und nicht-binäre Personen ausgebaut. Neben bestehenden Frauenhäusern stehen inzwischen auch spezielle Schutzwohnungen für andere Betroffenengruppen zur Verfügung. Das Angebot wurde kürzlich um eine weitere Wohnung ergänzt und umfasst nun mehrere geschützte Plätze an geheim gehaltenen Standorten.
Hintergrund der Erweiterung sind bundesweit steigende Zahlen häuslicher Gewalt. Laut der Statistik des Bundeskriminalamts wurden im Jahr 2024 insgesamt 265.942 Opfer registriert. Knapp ein Drittel der Betroffenen war männlich. Häusliche Gewalt umfasst körperliche, psychische, sexuelle sowie wirtschaftliche Übergriffe im partnerschaftlichen oder familiären Umfeld.
Die Schutzwohnungen bieten nicht nur eine sichere Unterkunft, sondern auch sozialpädagogische Begleitung. Ziel ist es, Betroffenen Stabilität zu geben und sie auf ein eigenständiges, gewaltfreies Leben vorzubereiten. Die Standorte der Wohnungen bleiben aus Sicherheitsgründen vertraulich.