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Harburg (Kreis)
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Immer mehr Männer suchen Hilfe bei Gewalt

Gewalt gegen Männer bleibt häufig verborgen

Das bundesweite Hilfetelefon (0800 123 99 00)  für gewaltbetroffene Männer wird weiterhin stark nachgefragt. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 4.000 Beratungskontakte registriert. Viele Betroffene berichteten von Gewalt innerhalb aktueller oder ehemaliger Partnerschaften. Besonders häufig nannten die Anrufer psychische Gewalt, aber auch körperliche Übergriffe spielten eine bedeutende Rolle.

Taten meist im privaten Umfeld

Die Vorfälle ereigneten sich überwiegend in Wohnungen und damit im direkten persönlichen Umfeld der Betroffenen. Öffentliche Tatorte wurden deutlich seltener genannt. Ein großer Teil der Hilfesuchenden wurde im Anschluss an weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote vermittelt.

Beratungsangebot gewinnt an Bedeutung

Das seit mehreren Jahren bestehende Hilfetelefon hat sich inzwischen als wichtiger Bestandteil des Opferschutzes etabliert. Mehrere Bundesländer beteiligen sich inzwischen an dem Angebot und bauen die Unterstützungsstrukturen weiter aus. Dazu gehören auch Schutzwohnungen für Männer und ihre Kinder. Fachleute bewerten die hohe Zufriedenheit der Ratsuchenden als Zeichen dafür, dass das Angebot einen wichtigen Beitrag zur Hilfe bei häuslicher Gewalt leistet. Der aktuelle Bericht für das Jahr 2025 ist auf der Internetseite www.maennerhilfetelefon.de abrufbar.

 

Präventionshinweise

  • Gewalt in Partnerschaften kann jeden Menschen treffen. 
  • Psychische Gewalt, etwa durch Kontrolle, Einschüchterung oder Demütigungen, sollte ernst genommen werden. 
  • Betroffene sollten frühzeitig Hilfe bei Beratungsstellen oder Hilfetelefonen suchen. 
  • Angehörige können unterstützen, indem sie zuhören und auf Hilfsangebote aufmerksam machen. 
  • In akuten Gefahrensituationen sollte umgehend die Polizei unter 110 verständigt werden.
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