Nach zwei Wochen Sommerurlaub freute sich eine Familie auf die Rückkehr nach Hause. Doch statt Erholung erwartete sie ein Albtraum: Die Terrassentür war aufgebrochen, Schränke und Schubladen durchwühlt, Schmuck, Bargeld und persönliche Erinnerungsstücke gestohlen. Vermutlich hatten die Täter erkannt, dass die Bewohner verreist waren – eine gekippte Terrassentür hatte zusätzlich den Eindruck vermittelt, dass das Haus ein leichtes Ziel war.
Der materielle Schaden ließ sich ersetzen, die seelischen Folgen jedoch nicht. Die Kinder hatten Angst, wieder allein in ihren Zimmern zu schlafen. Die Eltern fühlten sich in ihrem eigenen Zuhause nicht mehr sicher, kontrollierten abends mehrfach Fenster und Türen und erschraken bei jedem ungewöhnlichen Geräusch. Das Gefühl von Geborgenheit war verloren gegangen. Ein Wohnungseinbruch endet deshalb oft nicht mit der Tat – die psychischen Belastungen begleiten viele Betroffene noch lange Zeit.
Warme Temperaturen verleiten dazu, Fenster oder Terrassentüren offen oder gekippt zu lassen. Auch eine offenstehende Garage oder eine lediglich zugezogene Haustür können Einbrechern den Einstieg erheblich erleichtern. Täter suchen in der Regel nicht den aufwendigen Weg, sondern nutzen günstige Gelegenheiten aus. Besonders in der Urlaubszeit erhöhen längere Abwesenheiten das Risiko.
Wer verreist, sollte möglichst wenige Menschen über den Urlaub informieren und auf Beiträge in sozialen Netzwerken während der Reise verzichten. Ein überquellender Briefkasten, dauerhaft geschlossene Rollläden oder fehlende Beleuchtung verraten schnell, dass niemand zu Hause ist. Nachbarn oder Freunde können helfen, indem sie den Briefkasten leeren, Rollläden bewegen oder regelmäßig nach dem Rechten sehen. Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder lassen das Haus zusätzlich bewohnt erscheinen.
Mechanische Sicherungen an Fenstern und Türen erschweren Einbrechern das Eindringen erheblich. Ergänzend können Alarmanlagen oder Überwachungskameras abschreckend wirken und bei der Aufklärung von Straftaten helfen. Kostenlose Beratungen zur Einbruchsicherung bieten die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen an.