Wer rechtliche Unterstützung sucht, stößt im Internet zunehmend auf vermeintliche Anwaltskanzleien, die ausschließlich dem Betrug dienen. Die professionell gestalteten Webseiten werben beispielsweise mit der Rückholung verlorener Kryptowährungen, dem Verkauf angeblicher Insolvenzware oder der Durchsetzung vermeintlicher Forderungen. Ziel ist stets, Betroffene zu einer schnellen Vorauszahlung zu bewegen – eine anwaltliche Leistung erfolgt jedoch nicht.
Die Täter setzen bewusst auf ein seriöses Erscheinungsbild. Hochwertige Internetseiten, juristische Fachbegriffe, Fotos angeblicher Anwälte und glaubwürdige Geschäftsadressen vermitteln den Eindruck einer echten Kanzlei. Teilweise werden sogar Namen real existierender Rechtsanwälte oder Kanzleien missbräuchlich verwendet.
Gleichzeitig bauen die Betrüger erheblichen Zeitdruck auf. Angebliche Fristen, Mahnungen oder drohende Gerichtsverfahren sollen verhindern, dass Betroffene die Angaben sorgfältig überprüfen.
Mit der ersten Überweisung endet der Betrug meist nicht. Stattdessen verlangen die Täter zusätzliche Gebühren, Bearbeitungskosten oder angebliche Steuern. Wer bereits gezahlt hat, wird häufig erneut kontaktiert und weiter unter Druck gesetzt.
Quelle: MIMIKAMA