Was tun, wenn eine Situation bedrohlich wird? Wie mache ich deutlich, dass jemand meine Grenzen überschreitet? Und wie kann ich anderen helfen, wenn sie bedrängt werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich 15 Teilnehmer, darunter vier Männer, beim gemeinsamen Selbstbehauptungstraining des WEISSEN RINGS, Außenstelle im Landkreis Harburg, und des TSV Buchholz 08. Die Gruppe war mit großem Interesse bei der Sache. Das Feedback fiel durchweg positiv aus.
Unter der Leitung von Anke von Berg vom Todtglüsinger SV und Michael Finnern vom WEISSEN RING trainierten die Teilnehmer, ihre Umgebung aufmerksam wahrzunehmen, bedrohliche Situationen frühzeitig zu erkennen und durch eine selbstbewusste Körperhaltung sowie eine klare, laute Ansprache Grenzen zu setzen. Weitere Übungen beschäftigten sich mit dem Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln und der Frage, wie man sich aus einem Festhaltegriff befreien kann.
Selbstbehauptung und Zivilcourage gehören zusammen. Eine zivilisierte Öffentlichkeit lebt davon, dass Menschen bei Bedrohungen und Übergriffen nicht wegsehen, sondern Betroffenen helfen und Unterstützung organisieren. Oft können bereits eine deutliche Ansprache, das Einbeziehen weiterer Personen oder ein Notruf entscheidend sein. Dabei gilt: Helfen, ohne sich selbst unnötig in Gefahr zu bringen.
Die Hoth-Stiftung aus Buchholz übernahm erneut die Kosten des Trainings. WEISSER RING und TSV Buchholz 08 bedanken sich herzlich für diese wertvolle Unterstützung der Präventionsarbeit im Landkreis Harburg.